Download e-book for iPad: Die Finkler-Frage. Roman by Howard Jacobson

By Howard Jacobson

ISBN-10: 3421045232

ISBN-13: 9783421045232

ISBN-10: 3641065321

ISBN-13: 9783641065324

Julian Tresloves Leben ist ein Scherbenhaufen. Gescheitert als Redakteur der BBC, gescheitert in seinen Beziehungen zu Frauen, gescheitert als Vater seiner zwei Söhne. Eines Abends wird Treslove Opfer eines Überfalls und glaubt zu hören, wie die Angreiferin ihn als Juden beschimpft – und ist auf perverse artwork glücklich. Endlich gehört er irgendwo dazu. used to be nur werden seine beiden Freunde zu diesem Gesinnungswandel sagen? Beide sind Juden und wären es lieber nicht …

Von Männerfreundschaft, Liebe, intercourse, Tod, und used to be es bedeutet, jüdisch zu sein – sprachlich raffiniert nimmt Howard Jacobson die Obsessionen unserer Zeit ins Visier und hat mit „Die Finkler-Frage” einen beißend-klugen und dabei hochkomischen Gegenwartsroman geschrieben.

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Und morgen bist du totDie Journalistin Nadine erfährt als eine der Ersten von dem Mord, der ihre kleine Heimatstadt erschüttert. Schockiert betrachtet sie die Fotos des toten Mädchens, das ihrer eigenen Tochter Marielle zum Verwechseln ähnlich sieht. Die Leiche der jungen Frau ist allerdings nur der Auftakt zu einer Serie von Gewaltverbrechen – und die Opfer sind ausnahmslos unter Nadines Freunden zu finden.

Monika Fick's Lessing-Handbuch: Leben – Werk – Wirkung PDF

Die um ein großes Kapitel zur jüdischen Aufklärung erweiterte und aktualisierte vierte Auflage des Standardwerks vermittelt einen Zugang zum Gesamtwerk Gotthold Ephraim Lessings und ergänzt mit einer Fülle von Interpretationen das aktuelle Lessingbild. Das Handbuch bietet zu jedem Werk und zu jeder Werkgruppe neue Forschungsreferate und Analysen auf aktuellem Stand.

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Er hatte seine Eltern geliebt, ohne ihnen sonderlich nahegestanden zu haben. Dasselbe hätten sie gewiss von ihm behauptet. Die Armbanduhr, die ihm später am Abend abgenommen werden sollte, war ein Geschenk seiner stets um ihn besorgten Mutter gewesen. »Ein Juwel für meinen Jules«, hatte sie eingravieren lassen, ihn aber ihr Leben lang nie Jules genannt. Das ebenfalls abhandengekommene Gefühl, ordentlich beieinander zu sein, hatte er von seinem Vater geerbt, einem Mann, der sich so gerade hielt, dass er eine gleichsam architektonische Stille um sich verbreitete.

Also hatte er noch sein ganzes Leben zu verlieren. Mit neunundvierzig Jahren war er in guter körperlicher Verfassung, hatte den letzten blauen Fleck gehabt, als er sich in Kinderjahren am Knie seiner Mutter stieß, und war auch noch nicht Witwer geworden. Soweit er wusste, war noch keine Frau gestorben, die er geliebt oder mit der er Sex gehabt hatte – allerdings hatten es nur wenige so lang mit ihm ausgehalten, dass ihr Sterben ein bewegendes Finale für etwas hätte sein können, das sich im Nachhinein eine große Affäre nennen ließe.

Man hielt Treslove auf eine Weise für gut aussehend, die sich schwer beschreiben ließ; er hatte jedenfalls Ähnlichkeit mit gut aussehenden Leuten. Symmetrie spielte dabei eine gewisse Rolle. Und Anstand. Er hatte ein anständiges Gesicht. Außerdem war er gut gekleidet, im Stil von wem noch mal? Wohingegen Finkler – dessen Vater seine Kunden aufgefordert hatte, ihm in den Bauch zu boxen – füllig geworden war, die Wampe oft aus dem Hemd hängen ließ, die Kamera ansprenkelte und auf großen Füßen dahinwatschelte, wenn er einen jener sinnlosen Fernsehgänge die Straße hinunter absolvierte, auf der Roland Barthes von einem Wäscheauto angefahren worden war, oder das Feld überquerte, auf dem Hobbes einen Schrebergarten besessen hatte; und wenn er sich hinsetzte, dann sackte er in sich zusammen wie ein Krämer in seinem Gewürzbasar.

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Die Finkler-Frage. Roman by Howard Jacobson


by Paul
4.1

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